ProxDeal

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zur Nutzung der SaaS-Lösung „ProxDeal“
Stand: 22.10.2025

1. Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln das Vertragsverhältnis zwischen der ProxDeal GmbH, mit Sitz in München, Deutschland (Anbieterin) und dem jeweiligen Vertragspartner (Kunde) betreffend die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung „ProxDeal“. Die jeweils aktuellen Kontaktdaten der Anbieterin sind dem Impressum zu entnehmen. Die Dienstleistungen der Anbieterin richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen im Sinne von § 310 Abs. 1 BGB. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.

1.2. Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültige Fassung der AGB. Entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ProxDeal stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu. Dieses Zustimmungserfordernis gilt auch dann, wenn der Käufer im Rahmen der Bestellung auf seine AGB verweist und wir den AGB nicht ausdrücklich widersprochen haben.

1.3. Diese AGB gelten auch für alle künftigen Vertragsbeziehungen, somit auch dann, wenn bei Zusatzverträgen darauf nicht ausdrücklich hingewiesen wird.

1.4. „Dienstleistung“ bezeichnet die SaaS-Lösung „ProxDeal“, die mittels künstlicher Intelligenz und Datenanalyse eine Suche nach passenden Unternehmen für M&A-Transaktionen ermöglicht; der Kunde kann aus den Suchergebnissen eigenständig Long- und Shortlists erstellen.

1.5. „Benutzer“ ist jede vom Kunden autorisierte Person, die die Dienstleistung im Namen des Kunden nutzt.

1.6. „Vertrauliche Informationen“ sind alle Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit sich aus ihrem Inhalt oder den näheren Umständen ihrer Verarbeitung ergibt.

2. Vertragsgegenstand

2.1. Die Anbieterin gewährt dem Kunden im Rahmen dieser AGB Zugang zur SaaS-Dienstleistung „ProxDeal“. Diese umfasst insbesondere die vollautomatisierte und KI-gestützte Suche nach passenden Unternehmen für Käufer sowie die Erstellung und Verwaltung eigener Long- und Shortlists. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot.

2.2. Die Anbieterin räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein nicht-exklusives, nicht-übertragbares und widerrufliches Recht zur Nutzung der Dienstleistung ein. Änderungen oder Weiterentwicklungen, die sich wesentlich auf den Funktionsumfang auswirken, werden dem Kunden in angemessener Form angezeigt.

3. Nutzungsbedingungen

3.1. Der Kunde darf die Dienstleistung ausschließlich für eigene interne Geschäftszwecke nutzen. Jede über den vereinbarten Umfang hinausgehende Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Anbieterin. Jede missbräuchliche Nutzung ist untersagt.

3.2. Eine missbräuchliche Nutzung der Dienstleistung liegt insbesondere vor, wenn der Kunde oder ein von ihm autorisierter Benutzer Sicherheitsmechanismen umgeht, unberechtigten Dritten Zugang ermöglicht, Daten rechtswidrig verwendet, automatisierte Skripte/Bots zur massenhaften Abfrage nutzt oder andere Handlungen vornimmt, die die Infrastruktur der Anbieterin erheblich beeinträchtigen. Bei Missbrauch ist die Anbieterin berechtigt, den Vertrag fristlos zu kündigen oder den Zugang zu sperren.

3.3. Der Kunde ist verpflichtet, angemessene Sicherheitsmaßnahmen in seinem Einflussbereich zu treffen, um eine missbräuchliche Nutzung oder eine unbefugte Nutzung der Dienstleistung durch Dritte zu unterbinden.

3.4. Die Nutzung der Dienstleistung ist auf den vertraglich vereinbarten Benutzerzugang (Seat) beschränkt. Jeder Seat ist personengebunden (Named-User-Lizenz) und darf nicht ohne Zustimmung der Anbieterin auf andere Personen übertragen werden. Eine einmalige Umbuchung pro Jahr ist zulässig, sofern die Anbieterin vorab informiert wird. Zusätzliche Seats können gegen gesonderte Vergütung erworben werden; die Konditionen werden im Angebot oder in einer separaten Vereinbarung festgelegt.

3.5. Obwohl die Dienstleistung hinsichtlich der Abfrageanzahl nicht ausdrücklich limitiert ist, verpflichtet sich der Kunde zu einer üblichen und angemessenen Nutzung (Fair-Use). Eine übermäßige Beanspruchung oder automatisierte Massenzugriffe, die die Infrastruktur der Anbieterin beeinträchtigen, sind untersagt. Bei Verstoß kann der Anbieter den Zugriff vorübergehend einschränken oder sperren, bis das Verhalten abgestellt wird.

4. Gebühren und Zahlungsbedingungen

4.1. Die wiederkehrenden Gebühren für die Dienstleistung ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot. Zusätzliche Seats können gegen Aufpreis erworben werden, wie im Angebot oder in einer Preisliste angegeben.

4.2. Die Rechnungsstellung erfolgt, sofern nichts anderes vereinbart ist, monatlich im Voraus. Zahlungen sind binnen sieben Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzüge fällig. Zahlungen erfolgen grundsätzlich per Banküberweisung, sofern nicht ausdrücklich eine andere Zahlungsart vereinbart wurde.

4.3. Bei Zahlungsverzug ist die Anbieterin nach einer erfolglosen schriftlichen Mahnung und Ablauf der darin gesetzten Frist berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen und den Zugang zur Dienstleistung auszusetzen, bis sämtliche fälligen Beträge beglichen sind. Bereits gezahlte Gebühren werden nicht erstattet.

4.4. Die Anbieterin stellt die Dienstleistung „ProxDeal“ in unterschiedlichen Abo-Optionen bereit, die sich insbesondere in Funktionsumfang, unterstützenden Services (Support), Nutzeranzahl und/oder Gebühren unterscheiden können. Die konkreten Inhalte, Limits und Preise der jeweiligen Abo-Optionen werden im jeweiligen Angebot oder in einer Preisliste festgelegt. Ein Wechsel der Abo-Option während der Vertragslaufzeit ist nur mit Zustimmung der Anbieterin und angepasster Vergütung möglich.

5. Laufzeit und Kündigung

5.1. Der Vertragsschluss erfolgt durch Annahme des jeweiligen Angebots sowie die Bestätigung dieser AGB. Die Laufzeit und der Leistungszeitraum richten sich nach dem jeweiligen Angebot. Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten, sofern nichts anderes im Angebot festgelegt ist. Er verlängert sich automatisch um jeweils zwölf Monate, wenn nicht fristgerecht (wie im Angebot definiert, sonst 3 Monate) zum Laufzeitende gekündigt wird.

5.2. Im Falle einer vereinbarten Mindestlaufzeit ist der Kunde berechtigt, den Vertrag jederzeit mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende zu kündigen, um zu einem anderen Dienstleistungsanbieter, der vergleichbare Leistungen erbringt zu wechseln (Wechselkündigung). Ein spezielles Wechselentgelt wird dafür nicht verrechnet. Der Kunde kann zwischen einer Vertragsbeendigung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Wechselkündigung und einer entgeltlichen Weiternutzung des Dienstes bis zum Ablauf der vereinbarten Mindestlaufzeit wählen. Wurde zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Wechselkündigung die Mindestlaufzeit noch nicht erreicht und hat der Kunde auf die Fortsetzung der Nutzung verzichtet, so wird das anteilige restliche Jahresentgelt spätestens mit dem vollzogenen Wechsel fällig. Auch nach Erreichen der Mindestlaufzeit kann ProxDeal im Falle einer Wechselkündigung dann Entgelte einheben, wenn aus technischen Gründen eine Übergangsphase für den Vollzug des Wechsels über den Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Wechselkündigung hinaus benötigt wird.

5.3. Das Recht zur (fristlosen) außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn ein wesentlicher Verstoß gegen diese AGB vorliegt, ein Insolvenzantrag über das Vermögen des Kunden gestellt wurde oder ein Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen besteht.

5.4. Ungeachtet der genannten Kündigungsgründe behält sich die Anbieterin das Recht vor, das Vertragsverhältnis außerordentlich zu kündigen, wenn wesentliche Interessen der Anbieterin beeinträchtigt werden oder die Fortsetzung aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen unzumutbar ist. In einem solchen Fall erstattet die Anbieterin bereits gezahlte Gebühren anteilig, sofern keine weitergehenden Ansprüche der Anbieterin bestehen.

5.5. Nach Vertragsbeendigung ist der Kunde verpflichtet, die Nutzung der Dienstleistung einzustellen. Die Anbieterin ist nicht verpflichtet, Daten des Kunden nach Vertragsende zu speichern oder wiederherzustellen. Der Kunde kann während der Vertragslaufzeit seine Listen aus ProxDeal exportieren; nach Vertragsende ist kein Zugriff mehr möglich, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen bestehen.

6. Gebühren- und Leistungsanpassung sowie andere Änderungen der AGB

6.1. Die Anbieterin ist berechtigt, die wiederkehrenden Gebühren für die Dienstleistung, die Merkmale der Dienstleistung (insbesondere Serviceumfang, Service-Level, Zusatzleistungen) oder andere Inhalte dieser AGB einseitig anzupassen, soweit die Anpassung auf objektiv nachvollziehbaren Gründen oder zwingenden Erfordernissen beruht, insbesondere a) auf einer Erhöhung von Kosten für bezogene Vorleistungen, etwa in Form von Lizenzkosten, b) technologischer Weiterentwicklungen, c) auf gesetzlich oder behördlich angeordneten Änderungen oder regulatorischen Auflagen oder d) auf einer nachweisbaren Änderung insbesondere branchenspezifischer Indexgrößen (z.B. Energiepreisindex, Arbeitskostenindex, Verbraucherpreisindex) oder vergleichbarer externer Kostenindikatoren.

6.2. Die Anbieterin wird jede beabsichtigte Änderung im Sinne von Punkt 6.1. mit Relevanz für den Kunden diesem mindestens 30 Tage vor dem geplanten Inkrafttreten schriftlich mitteilen. Die Mitteilung enthält eine verständliche Darstellung der in Aussicht genommenen Änderung/en, der Gründe hierfür, (bei Gebühren): der Grundlagen für die Berechnung der Höhe der Anpassung sowie das Datum des Inkrafttretens.

6.3. Widerspricht der Kunde der/den ihm angekündigten Änderung/en innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der entsprechenden Mitteilung nicht ausdrücklich schriftlich, so wird/werden die Änderung/en wirksam. Ein Widerspruch während der genannten Frist berechtigt die Anbieterin, ihrerseits den Vertrag binnen 14 Tagen mit einer Frist von 30 Tagen zu kündigen oder dem Kunden ein alternatives Angebot zu unterbreiten. Erfolgt weder eine Kündigung durch die Anbieterin noch eine Einigung auf einen neuen Vertrag, so wird das Vertragsverhältnis – sofern dem nicht zwingende regulatorische oder nicht von der Anbieterin beeinflussbare technische Hindernisse entgegenstehen – zu den bisherigen Konditionen bis zum Ende der ursprünglich vereinbarten Dauer fortgesetzt.

6.4. Der Kunde ist berechtigt, den Vertrag ab dem Zeitpunkt der Mitteilung der in Aussicht genommenen Änderungen bis zum Zeitpunkt deren geplanten Inkrafttretens außerordentlich und kostenfrei zu kündigen, wenn die Änderung eine Erhöhung der Entgelte oder eine Einschränkung der grundlegenden Funktion/en der Dienstleistung bewirkt.

7. Vertraulichkeit

7.1. Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei streng geheim zu halten und ausschließlich zur Erfüllung des Vertrages zu verwenden. Die Verpflichtung gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, oder die - ohne dass dies auf einer Pflichtverletzung beruht - rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder unabhängig entwickelt werden konnten.

7.2. Bei Vertragsende sind vertrauliche Informationen nach Wahl der offenlegenden Partei entweder zurückzustellen oder zu vernichten, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen.

8. Haftung und Gewährleistung

8.1. Die Haftung der Anbieterin beschränkt sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

8.2. Die Haftung ist betragsmäßig auf die Summe der in den letzten zwölf Monaten vor Schadenseintritt entrichteten Nutzungsgebühren begrenzt. Es wird insbesondere nicht für entgangene Gewinne, Geschäftsverluste. oder indirekte Schäden aus dem Nutzungsvertrag gehaftet.

8.3. Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass die unter der Marke ProxDeal angebotene Dienstleistung im Jahresdurchschnitt eine Verfügbarkeit von rund 98 % erreicht, was im Marktvergleich als hoher Wert einzustufen ist. Kurzzeitige Ausfälle oder Wartungsarbeiten begründen keine Ansprüche. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und dem Kunden vorab angezeigt.

8.4. Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für den Verlust oder die Beschädigung von Daten, sofern diese nicht auf vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten der Anbieterin zurückzuführen ist. Es wird trotz sorgfältiger Quellenauswahl keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Daten übernommen.

9. Datenschutz

9.1. Für die DSGVO-konforme Weiterverarbeitung der über die Dienstleistung erhaltenen personenbezogenen Daten durch den Kunden ist dieser selbst verantwortlich und sorgt insbesondere für das Vorliegen der erforderlichen Rechtsgrundlagen. Nach Vertragsende wird die Anbieterin die bei ihr gespeicherten personenbezogenen Kundendaten, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen. Darüber hinaus kann der Kunde jederzeit die Löschung sämtlicher hochgeladener Daten verlangen, sofern keine rechtlichen Gründe (zB ein anhängiger Rechtsstreit) entgegenstehen.

10. Weitere Leistungen und Nutzung

10.1. Der Kunde erhält mindestens einen Seat zur Dienstleistung. Weitere Seats können nach Absprache und gesonderter Vergütung erworben werden, sofern dies im Angebot vorgesehen ist.

10.2. Die Anbieterin ist berechtigt, das Kundenlogo als Referenz zu nutzen. Der Kunde darf das ProxDeal-Logo bis auf Widerruf für eigene Referenzen oder Marketingzwecke einsetzen.

10.3. Der Kunde kann der Anbieterin Feedback zur Produktentwicklung geben, ohne dass sich daraus ein Anspruch auf Umsetzung besteht. Die Anbieterin ist außerdem berechtigt, Rechte und Pflichten aus dem Vertragsverhältnis auf Dritte zu übertragen, sofern keine wesentlichen Interessen des Kunden beeinträchtigt werden.

10.4. Die Anbieterin kann zeitlich befristete Test- oder Beta-Zugänge unentgeltlich bereitstellen. Für diese besteht keine Gewährleistung oder Haftung, sofern nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen.

11. Nutzungsbedingungen für die Datenanreicherung mittels API-Integrationen

11.1. Leistungsbeschreibung

11.1.1. ProxDeal stellt in Form von API-Integrationen ausschließlich technische Schnittstellen zu den Services von Drittanbietern bereit.

11.1.2. ProxDeal schuldet weder die Bereitstellung der durch die Drittanbieter gelieferten Daten noch deren Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder die rechtliche Zulässigkeit deren Verarbeitung.

11.1.3. Der Zugriff auf die Services der Drittanbieter erfolgt ausschließlich mittels eines vom Kunden direkt beim Drittanbieter bezogenen eigenen API-Keys („Kunden-API-Key“).

11.1.4. Die Verarbeitung der über die jeweilige API-Integration bezogenen Daten in Form der Anreicherung einer Longlist erfolgt automatisiert und ohne inhaltliche Kontrolle durch ProxDeal.

11.2. Verantwortlichkeit des Kunden

11.2.1. Der Kunde ist allein dafür verantwortlich, dass die Ermittlung, Speicherung und Weiterverarbeitung der ihm über die jeweilige API-Integration zugänglich gewordenen Daten allen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen – insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) oder dem Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) – entspricht.

11.2.2. Der Kunde stellt insbesondere sicher, dass er vor der Verarbeitung von über die API-Integration ermittelten personenbezogenen Daten über eine erforderliche Rechtsgrundlage (z. B. Einwilligungen gemäß Art. 6 Abs. 1 DSGVO oder Vorliegen eines berechtigten Interesses gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) verfügt und sämtliche Informations- und sonstigen Betroffenenrechte gewahrt werden.

11.2.3. Der Kunde ist zudem dafür verantwortlich, keine Daten zu verarbeiten, die unter eine besonderen Kategorie personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO fallen, es sei denn, es liegt ein Ausnahme im Sinne von Art. 9 Abs. 2 DSGVO vor.

11.2.4. Der Kunde ist für die Einhaltung der Servicebedingungen des von ihm jeweils in Anspruch genommenen Drittanbieters verantwortlich. Er trifft insbesondere angemessene Maßnahmen zur Geheimhaltung seines Kunden-API-Keys und zum Schutz vor dessen unbefugter Verwendung im Rahmen der von ProxDeal bereitgestellten API-Integration. Über jede vermutete oder festgestellte tatsächliche Kompromittierung des Kunden-API-Keys wird er ProxDeal unverzüglich informieren. Sämtliche Anfragen, die über die API-Integration unter Verwendung des Kunden-API-Keys gestellt werden, gelten als vom Kunden veranlasst.

11.3. Haftungsausschluss

11.3.1. ProxDeal übernimmt insbesondere keinerlei Gewähr für

  • die Verfügbarkeit der über die API-Integration zugänglichen Services des jeweiligen Drittanbieters sowie die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der vom Drittanbieter bezogenen Daten;
  • die rechtliche Zulässigkeit der Speicherung und Weiterverarbeitung der vom Drittanbieter bezogenen Daten durch den Kunden;
  • die Kompatibilität der über die jeweilige API-Integration bezogenen Daten mit den Systemen oder Prozessen des Kunden sowie
  • den Vertraulichkeitsschutz, die Gültigkeit oder die Unversehrtheit des Kunden-API-Keys.

11.3.2. Jede Haftung von ProxDeal für Schäden, die aus der Nutzung oder Unmöglichkeit der Nutzung der jeweiligen API-Integration sowie aus der Verarbeitung der darüber erlangten Daten resultieren, wird – mit Ausnahme von Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und mit Ausnahme zwingender Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz – ausgeschlossen, sofern ProxDeal nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

11.3.3. Bei grober Fahrlässigkeit beschränkt sich die Haftung von ProxDeal auf den Ersatz des typisch vorhersehbaren Schadens; nicht gehaftet wird für rein wirtschaftliche Schäden (insbesondere Umsatz-, Gewinn- oder Datenverluste) oder mittelbare Folgeschäden beim Kunden.

11.3.4. Der Kunde stellt ProxDeal von sämtlichen Ansprüchen Dritter – insbesondere von Behörden und betroffenen Personen – sowie von allen hierdurch entstehenden Kosten (einschließlich angemessener Rechtsverfolgungskosten) frei, die auf einer schuldhaften Verletzung der Pflichten des Kunden aus diesen AGB oder aus anwendbaren Datenschutzvorschriften beruhen.

11.4. Datenschutzrechtliche Rollenverteilung und Auftragsverarbeitung

11.4.1. ProxDeal wird durch die Bereitstellung der jeweiligen API-Integration nicht selbst zum Verantwortlichen im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO in Bezug auf die dem Kunden durch die Nutzung der API zugänglich gewordenen personenbezogenen Daten. Die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit für die Ermittlung, Speicherung und Weiterverarbeitung solcher Daten liegt ausschließlich beim Kunden. Durch die von ProxDeal ermöglichte Einbindung der vom Kunden im Einzelfall über die jeweilige API-Integration gewonnenen personenbezogenen Daten in eine Longlist, etwa in Form zusätzlicher Spalten („Anreicherung“), tritt Proxdeal in die Rolle einer Auftragsverarbeiterin im Sinne des Art. 4 Nr. 8 DSGVO. Mit der Annahme dieser AGB kommt ein Auftragsverarbeitungsvertrag zwischen dem Kunden (als Verantwortlichem) und Proxdeal (als Auftragsverarbeiterin) im Sinne des Art. 28 Abs. 3 DSGVO zustande. In ihrer Rolle als Auftragsverarbeiterin gewährleistet ProxDeal die Einhaltung der Vorgaben des Art. 28 DSGVO, uzw. insbesondere, dass

  • die Verarbeitung der vom Kunden über die jeweilige API-Integration ermittelten personenbezogenen Daten ausschließlich für Zwecke der Anreicherung der von Proxdeal generierten Suchergebnisse (Longlists) erfolgt;
  • alle bei ProxDeal mit der Verarbeitung der betreffenden personenbezogenen Daten befassten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet wurden oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen;
  • durch ProxDeal alle gemäß Art. 32 DSGVO erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Datensicherheit in Bezug auf die bei Nutzung der jeweiligen API-Integration verarbeiteten personenbezogenen Daten ergriffen werden;
  • der Kunde bei der Erfüllung seiner Verpflichtungen gegenüber Betroffenen nach Kapitel III der DSGVO (zB Auskunftspflichten gemäß Art. 15 DSGVO) durch ProxDeal nach Maßgabe ihrer technischen und organisatorischen Möglichkeiten unterstützt wird;
  • der Kunde bei der Erfüllung seiner Verpflichtungen gemäß Art. 32 bis 36 DSGVO durch ProxDeal nach Maßgabe ihrer technischen und organisatorischen Möglichkeiten unterstützt wird;
  • die vom Kunden aus der Nutzung der jeweiligen API-Integration gewonnenen personenbezogenen Daten nicht länger durch ProxDeal gespeichert werden, als dies für die Erfüllung des Vertrages gegenüber dem Kunden erforderlich ist.
  • Proxdeal für die Verarbeitung keine anderen Subdienstleister heranzieht als für die Erbringung des Dienstes Proxdeal als solchem.

11.4.2. Sofern und soweit ProxDeal technische Logs oder Metadaten speichert, erfolgt dies ausschließlich zu Betriebs- und Abrechnungszwecken, zu statistischen Zwecken sowie zur Erfüllung der sich aus Art. 32 DSGVO ergebenden Pflichten (Datensicherheit); ProxDeal kann sich dabei auf Art. 6 Abs. 1 lit. c (gesetzliche Verpflichtung) bzw. lit. f (berechtigtes Interesse) DSGVO stützen.

12. Schlussbestimmungen

12.1. Diese AGB unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB ist der Gerichtsstand am Sitz der Anbieterin vereinbart.

12.2. Über alle Streitigkeiten, die sich aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag zwischen der Anbieterin und dem Kunden ergeben, einschließlich Streitigkeiten über dessen Gültigkeit, Verletzung, Auflösung oder Nichtigkeit, wird zunächst ein Mediationsverfahren durchgeführt. Das anwendbare materielle Recht richtet sich nach der deutschen Rechtsordnung. Als maßgebliche Verfahrensregeln werden die Bestimmungen des IHK Mediations-Zentrums der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern vereinbart. Sollte innerhalb einer Frist von 90 Tagen weder eine Einigung über den Mediator erzielt noch der Streit selbst gütlich beigelegt werden, kann auf Antrag einer Partei das schiedsgerichtliche Verfahren beschritten werden. Im Falle der Beschreitung des schiedsgerichtlichen Verfahrens richtet sich dieses nach der Schiedsgerichtsordnung der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) und wird unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges endgültig entschieden. Sitz des Schiedsgerichts ist München, wo auch die Schiedsverhandlungen stattfinden.

12.3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Regelung ist durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

12.4. Information im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis (insbesondere durch Ausstellung von Rechnungen, Bestätigungs- und sonstige Mitteilungen) werden den Kunden mit Ausnahme von allenfalls erforderlichen fernmündlichen Supportleistungen ausschließlich in elektronischer Form erteilt.

12.5. Aus Gründen der Textökonomie in geschlechtsspezifischer Form verwendete Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Stand: 22.10.2025